Tag 20: Railroad fire oder wir fahren nach Yosemite

Wie wir bereits am Vortag erfahren mussten (Warnung von Google auf unsere Smartphones) gab es ein neues Feuer im Yosemite. Es ist nicht unbedingt selten, dass es im Yosemite Nationalpark brennt, aber in dem Fall war es erstens ein größeres Feuer und zweitens auch noch genau bei der Südeinfahrt des Nationalparks. Dadurch war der Highway 41, den wir befahren hätten, gesperrt und wir mussten umplanen. Wir dachten uns, wir versuchen es einfach mal über einen der anderen Einfahrten, programmierten das Navi und starteten Richtung Yosemite.

Abgesehen von einer etwas längeren Strecke hat alles recht gut geklappt. Beim Eingang mussten wir dann nichts bezahlen, weil die Karten-Terminals offenbar ausgefallen waren (vielleicht eine Auswirkung der Feuer). Jedenfalls haben sie uns gesagt, wir sollen beim Herausfahren zahlen.

Unser erstes Ziel im Park war das Village und dort der Store. Es war neben einer Toilet-Break auch Zeit etwas zum Essen einzuwerfen und uns für die Wanderungen, um die man nicht herum kommt in einem Nationalpark, vorzubereiten.

So gestärkt ging es dann los zum Visitor Center, bei dem gleich mal T-Shirts gekauft wurden. Gleich von dort weg kann man zum Lower Waterfall Trail gehen, was wir auch gleich machten. Leider waren dort viele Leute, also haben wir nur schnell ein paar Fotos geschossen und uns dann in das Park Shuttle geworfen um einen der anderen Punkte im Park zu besichtigen.

Dort fanden wir dann mehr Natur und weniger Leute vor. Bei den heißen Temperaturen war ich immer auf der Suche nach Flüssen oder Seen um mich abzukühlen, was zum Glück im Yosemite recht gut geklappt hat. Zuerst konnten wir uns bei einem Fluss ein bisschen abkühlen, und dann bei der nächsten Station beim Mirror Lake.

Der Mirror Lake ist eher kein Lake, oder zumindest ein sehr flacher Lake. Man kann an mehreren Stellen durch den See gehen und wird nur bis zu den Knien nass. Trotzdem ist das Wasser schön kühl, was am konstanten Wasserzufluss von weit oben liegt.

Am Ende, schon ganz schön geschlaucht, sind wir dann mit dem Shuttle wieder zurück zum Auto um den Weg zu unserer Lodge in Angriff zu nehmen. Beim Ausgang des Parks angekommen, habe ich versucht irgendwen zu finden um zu bezahlen (siehe oben), aber irgendwie war dort niemand, d.h. 30 $ gespart.

Bei der Lodge Rezeption angekommen hat uns Moni noch ein Upgrade von einem two bedroom Zimmer zu einer echten Lodge beschafft, ohne zusätzliche Kosten. Damit hatten wir dann eine echt coole Bude für die Nacht. Das Essen nahmen wir dann dort am Gelände im Restaurant ein.

Was wir uns jedenfalls für zu Hause vorgenommen haben sind Wanderungen zu machen und uns für spätere Nationalparkbesuche zu rüsten. Das Ziel wäre mal irgendwann so vorbereitet zu sein, in einem dieser Nationalparks eine Ein- oder Zweitageswanderung durchzustehen ohne zu sterben (weder an Erschöpfung noch an Wildtieren). Mal schauen…