Tag 11: Bryce & Zion … oder: Drei Austrians gehen Wandern

Beaver war am Tag 11, der Tag der Great American Eclipse, der Ausgangspunkt für unseren langen National Park Day. Bevor die Fahrt los ging, gab es aber mal ein Frühstück in unserem Best Western Butch Cassidy. Dabei hat Moni mit einer (vermeintlichen) Amish Dame die dort für das Frühstück zuständig war gequatscht und die hat ihr erzählt, dass die Sonnenfinsternis wohl nicht zu sehen sein wird, da Gott Wolken schickt.

Nach diesem “Wetterbericht” ging es dann aber wirklich los und wir starteten Richtung Bryce Canyon, der etwa 115 km von Beaver entfernt liegt. Dort angekommen habe ich mal einen freundlichen Park Ranger gefragt was denn wohl der beste Platz für die Sonnenfinsternis im Park ist und er hat uns dann zum “Sunset” oder “Sunrise” Point verwiesen. Dazu haben wir uns ins Park Shuttle, das alle 10-15min viele Punkte im Park erreicht, geschmissen und sind los.
Am Sunset Point angelangt sind wir gerade recht gekommen um den Höhepunkt der Sonnenfinsternis, die in unserem Gebiet so um die 90 % total war, zu sehen. Leider behielt die Amish Dame recht und Gott (oder wer auch immer) schickte uns Wolken. Trotzdem gelang es uns ein paar mal einen tollen Blick darauf zu erhaschen und wir schafften es sogar Fotos davon zu machen (Sonnenfinsternis-Brille vor die Kameralinse geschnallt und los ging’s! … ja sogar unsere Kameras Tragen Brille, nicht so wie Trump).
Nach diesem Naturschauspiel haben wir uns dann daran gemacht ein anderes Naturschauspiel zu besichtigen: Den Bryce Canyon der durch Wind, Wasser und Eis über viele Millionen von Jahren entstanden ist. Um die Felsformationen genauer zu betrachten und auch das Tal zu besichtigen sind wir einen Walk runter gegangen. Dabei haben wir neben bizarren Felsformationen auch vielen Chipmunks gesehen, die uns in den letzten Tagen öfter untergekommen sind.

Nachdem der (anstrengende) Hike vorbei war, der uns vom Sunset zum Sunrise Point durch das Tal geführt hat, sind wir mit dem Shuttle zurück zum Visitor Center, haben noch das eine oder andere T-Shirt gekauft und sind dann schon sehr erschöpft ins Auto gesprungen.

Teil 2 an diesem Tag war dem Zion National Park gewidmet. Die Fahrt von Bryce zu Zion dauerte in etwa 2h und umfasste eine der bergigsten Straßen die wir jemals gefahren sind. Mehrere Tunnel und Straßenabschnitte, die sich an einem Bergmassiv entlang runter ins Tal des Zion National Parks schlängelten, bescherten uns schon bei der Anfahrt eine unglaubliche Aussicht. Unten angekommen und am Visitor Center kurz pausiert, haben wir noch schnell ein Hotel für die Nacht gebucht (Internet sei Dank) und sind dann wiederum in einen Bus gesprungen um so den Nationalpark zu besichtigen. Hier ist der Bus aber nicht optional, sondern man muss ihn verwenden um an die interessanten Plätze des Parks zu gelangen. Wir besuchten den Emerald Pool Trail, und wanderten entlang eines Flusses, über Felsen und durch von oben auf uns regnenden Wasserfällen. Dabei machten wir auch die Begegnung mit nicht einer, sondern insgesamt gleich zwei Taranteln. Wir Stefan herausgefunden hat, findet man diese Tierchen am ehesten im Spätsommer oder im Herbst und auch dann ist es selten, dass Besucher sie sehen. Also waren wir extrem vom Glück verfolgt, gleich zwei davon zu sehen. Achja: Ja sie sind giftig, aber nicht tödlich.
Da uns das Wandern so Spass gemacht hat, sind wir dann gleich direkt rein in einen 2. Trail. Völlig erschöpft und glücklich sind wir dann irgendwann, eine Bushaltestelle weiter, raus aus den, mit allen möglichen giftigen Bewohnern dieser Erde gesäumten, Wegen und erschöpft wieder in den Bus gesprungen um den Ausflug in die Nationalparks für diesen Tag zu beenden.

Um 20:30 sind wir dann im Crystal Inn in St. George angekommen, haben eingecheckt und dann gleich im angrenzenden Restaurant gegessen, da keiner mehr von uns in der Lage war auch nur 10 Schritte zu gehen. Dort mussten wir noch mit einer sehr (sehr, sehr !) netten Kellnerin Small-Talk führen (unter anderem was eine berühmte Speise aus Österreich ist und das Übliche wo wir herkommen, wo wir hin fahren, …). Das wäre an einem anderen Tag ja wirklich gutes Training für Small-Talk gewesen, aber an diesem Abend war das doch ganz schön anstrengend. Essen war wieder mal sehr gut und wir sind dann, auch aufgrund der kurzen Entfernung zu den Zimmern, Minuten später völlig erschöpft ins Bett gefallen.

Am Tag 12 ging der Nationalpark Trip weiter, aber dazu im nächsten Eintrag mehr…